Die Idee für dieses Gemeinschaftswohnprojekt auf dem Lande stammt vom Herbst 2005, damals noch unter dem Namen 'Ökodorf im Mühlenkreis'.
Die Hintergründe für die Entstehung waren die Folgen anhaltender Massenarbeitslosigkeit: Armut, Resignation und Krankheit, der konkrete Anlass die Einführung des ALG2 (Hartz IV).
Fünf Jahre sind seitdem vergangen: "Deutschland braucht endlich einen menschenwürdigen & gesünderen Weg!"
● Soziale Nachhaltigkeit: Soziales Wohnprojekt auf dem Land Das Soziale Dorf im Mühlenkreis ist die Idee für ein soziales, kulturelles & ökologisches Lebensraumprojekt in ländlicher Gegend des Kreises Minden-Lübbecke (Ostwestfalen, nordöstliches NRW). Die Vorstellung ist bereits im Herbst 2005 entstanden, gut ein 3/4 Jahr nach Einführung des Arbeitslosengeld II, und wurde seitdem kontinuierlich zum Präventions- und ganzheitlichen Pilotprojekt für das Gesundheitswesen weiterentwickelt.
Fünf Jahre sind seitdem vergangen: "Deutschland braucht einen menschenwürdigen & gesünderen Weg - damit die Hartz IV-Falle nicht auch zur Katastrophe für die Gesellschaft, Krankenkassen und den Arbeitsmarkt wird .." meinen Initiative und Projektinteressierte.
Für das Soziale Dorf soll ein größerer Bauernhof von 40 - 60 ha zu einer Art nachbarschaftlicher Wohnsiedlung für ca. 80 - 150 Personen umgestaltet werden - wie man sieht, ist Dorf hier nicht im kommunalen, sondern im Sinne von Gemeinschaft zu verstehen.
Die Gebäude werden dabei nach neuesten Erkenntnissen über ökologisches & nachhaltiges Planen, Bauen & Wohnen neu bzw. umgebaut - individuell gestaltete, abgeschlossene Einzelwohnungen in verschiedenen Größen.
Das Besondere gegenüber anderen Wohn- und Gemeinschaftsprojekten bzw. Ökodörfern ist, daß sich das Angebot Nachbarschaftswohnen auf dem Land besonders an Menschen in sozialer Benachteiligung richtet. Überhaupt ist das ganze Projekt an den Problemaufgaben Dauerarbeitslosigkeit und Einkommensarmut - und vor allem deren Folgen Mangelversorgung, gesellschaftliche Isolation, Hoffnungslosigkeit und Entstehung von Krankheit ausgerichtet.
Für die Grundbedürfnisse sowie soziale & kulturelle Angebote im Sozialen Dorf ist ein Dorfzentrum vorgehen. In der Ökokantine und der Tagescafeteria werden Biogerichte (für Betroffene zu Sozialpreisen) angeboten. Hier sollen auch eine Bibliothek, andere kulturelle Angebote und Mehrzweckräume zu finden sein.
Über der Bereitstellung von Möglichkeiten für Freizeitgestaltung und Aktivitäten hinaus wird es im Sozialen Dorf Angebote an bezahlter Beschäftigung der verschiedensten Art geben.
● Ökologische Nachhaltigkeit: Biobauernhof, Hofladen und Eneuerbare Energien Die Landwirtschaft des Bauernhofes wird vollständig auf ökologischen Anbau umgestellt. Der Ökoland und -gartenbau versorgen Kantine, Hofladen und BewohnerInnen mit Feldfrüchten, Obst Gemüsen und Kräutern. Eigene artgerechte Tierhaltung liefert dem Dorf Fleisch, Wurst und frische Milch.
Während sich das Angebot Wohnen & Leben im Sozialen Dorf vor allem an sozial Benachteiligte richtig, ist vorgesehen, den Betrieb der Ökolandwirtschaft aus praktischen Überlegungen überwiegend durch Ökodorf-Interessierte zu gewährleisten, die nicht von Arbeitslosigkeit, Armut oder chronische Erkrankung betroffen sind - Menschen also, die direkt aus dem aktiven Arbeitsleben kommen.
Die Energieversorgung des Sozialen Dorf wird im Sinne ökologischer Nachhaltigkeit größtenteils durch regenerative Energien erfolgen, wenn möglich und zuverlässig umsetzbar vollständig.
Nach ersten Überlegungen sind vor allem Solarenergie und Biomasse die erste Wahl. Die Frage, ob auch Windenergie zum Einsatz kommen wird, muß vor allem nach der Akzeptanz bei den BewohnerInnen der umliegenden Dörfer entschieden werden.
Ein gutsortierter Hofladen soll den BewohnerInnen Bioprodukte zu bezahlbaren (!) Preisen anbieten, ökologische Kantine und Cafeteria mit Zutaten versorgen.
Der Laden wird natürlich auch den Menschen aus den umliegenden Ortschaften zum Einkauf offen stehen, dort möglicherweise den fehlenden Dorfladen ersetzen.
Prävention bedeutet nicht nur gesunde Ernährung ..
● Ökonomische Nachhaltigkeit volkswirtschaftlich gedacht: Gesundheit & Prävention Vom Grundgedanken her ist das Soziale Dorf ein Projekt der Gesundheitsvorsorge für sozial Benachteiligte Menschen - genauer ausgedrückt der Primärprävention und der Prävention insgesamt. Die Aufgabe Gesundheit & Vorsorge soll hier menschlich, ganzheitlich und nachhaltig angegangen werden.
Das Wohlergehen der BewohnerInnen im Dorf steht an erster Stelle. Alle Überlegungen für das Landprojekt sind nach diesem Ziel ausgerichtet.
Dadurch wird die Voraussetzung geschaffen, BewohnerInnen bei persönlichen Krisen als Folge von (Langzeit-)Arbeitslosigkeit, Hoffnungslosigkeit, Resignation, Verlust an Lebensfreude und möglicherweise Beginn von (chronischen) Krankheitsentwicklungen schon im Ansatz wirksam auffangen zu können.
Über Lebenshilfen und Soziokulturelles hinaus werden dazu verschiedene Angebote aus dem Bereich natürlicher Heilmethoden auf dem Hofgelände bereitgestellt. Konkret ist vorgesehen, Praxen für europäische Heilpfanzen- und Aromatherapie, traditionell chinesische Heilkunde (TCM), für die indische Ayurveda und andere alternativmedizinische Verfahren anzusiedeln.
Chronische Erkrankungen grundsätzlich nehmen seit Jahren immer mehr zu, verursachen inzwischen - neben millionenfachem menschlichem Schmerz und Leid - erheblichen wirtschaftlichen Schaden. In Deutschland machen die Kosten für Behandlung bereits 70 - 80%(!) der gesamten direkten Gesundheitskosten aus.
Mit dem Gesundheitsprojekt Soziales Dorf wird der Gesellschaft das Angebot gemacht, die dringende Zukunftsaufgabe Vermeidung, Heilbehandlung bzw. Nachsorge chronischer Erkrankungen durch Anwendung von Alternativmedizin (Komplementärmedizin) in diesem umfassenden & leistungsfähigen Pilotprojekt für sozial Benachteiligte anzugehen.