HINWEIS: Studie widerlegte 2002 die sog. 'Soziale Hängematte'
Eine Sachinformation zur Hartz IV-Reformdiskussion für die Medien sowie sozialpolitisch interessierte Organisationen, Gruppen und Personen:
Im Jahr 2002 widerlegten Sozialwissenschaftler an der UNI Leipzig die Theorie der sog. Armutsfalle bzw. sozialen Hängematte.
Originalzitate (auszugsweise) und Textverweise zu dem brisanten Gesellschaftsthema in dieser Kurzmitteilung.
Interview über das Ergebnis der "Hängematten-Studie", UNI-Leipzig Soziologe Professor Georg Vobruba, August 2003:
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"In der Standardökonomie wird die These von der Armutsfalle vertreten, (Erläuterung) ... An dieser Stelle hören viele einfach mit dem Denken auf und sagen: So ist das. ...
Will man wissen, wie Menschen handeln, muss man sie anschauen und ihnen nicht irgendwelche Handlungslogiken wie Kuckuckseier unterschieben. ... Es gab zwar eine Reihe ähnlicher Untersuchungen. Aber genau auf den Punkt bezogen, wurde es - jedenfalls in Deutschland - noch nie. ...
Die Standardökonomie - stützt sich, höflich gesagt, vornehmlich auf Axiome (sinngemäß: Annahmen) und daraus abgeleitete Schlussfolgerungen. Und eines der Axiome lautet: Bei unzureichendem zusätzlichem Einkommen wird Arbeitskraft nicht angeboten. ...
Man folgert daraus, dass bei einem geringen Unterschied zwischen beiden "Einkommen" doch niemand arbeiten wird ..Nur, die Menschen arbeiten trotzdem.
Zum Glück verfügen wir seit 1984 mit dem Sozio-Ökonomischen Paneel über einen komplizierten, aufwändigen, guten Datensatz in der Bundesrepublik, der es uns erlaubt hat, exakt hinzuschauen. Und siehe da: Die überwiegende Anzahl der Sozialhilfeepisoden ist ziemlich kurz. Die Leute verlassen also das Sozialhilfesystem. ...
Anders gesagt: Die allermeisten Leute gehen auch dann arbeiten, wenn die zustehenden Lohnersatzleistungen relativ nah am beziehbaren Lohn liegen. .."
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