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Harte Fakten: Gesundheitskosten durch chronische Erkrankungen bzw. Depressionen
Langanhaltende bzw. chronische Gesundheitsstörungen sind schmerzhaft, rauben den Betroffenen viel Lebensqualität - und räumen die Krankenkassen leer.
Dramatische Zahlen für Deutschland und Europa, die das Ausmaß der Katastrophe zeigen - und zum Handeln auffordern:
Gesundheitsvorsorge für gefährdete Gruppen und praxistaugliche Behandlungsmethoden mit Heilkraft werden dringend benötigt!

Gesundheitsausgaben:
200 Mrd. Euro für chronische Erkrankungen


screenshot db research


Quelle: Deutsche Bank Research


Durch eigene Berechnungen anhand der direkten Gesundheitsausgaben 2008 in Deutschland von 263 Mrd. Euro kommt man auf fast exakt den gleichen Wert.
Zum Anteil chronischer Erkrankungen an den Gesundheitskosten für die Krankenkassen nannte Prof. Lauterbach vor Jahren den Wert 80%. An anderer Stelle findet man die Angabe Dreiviertel, also 75%.

Bei einem angenommen Anteil von 75% machen die direkten Ausgaben in Deutschlands Gesundheitswesen für chronische Erkrankungen gut 197 Mrd., also rund 200 Milliarden Euro aus.
Dabei gilt es zu beachten, daß die indirekten Kosten in dieser Summe noch nicht enthalten sind, zur finanziellen Gesamtbelastung für die Gesellschaft noch hinzukommen!

Quelle(n): Statistische Bundesamt | Gesundheit Berlin | Institut, Hamburg



Gesundheitskosten:
4,6 Mrd. Euro für Behandlung von Depressionen


screenshot verdi


Quelle: ver.di NRW


HINWEIS: Was uns in der Initiative bisher nicht aufgefallen war, hier hatte sich im ver.di-Beitrag ein Fehler eingeschlichen. Die Angabe 4,6 Mrd. Euro bezieht sich allein auf Depressionen, nicht auf alle psychische Erkrankungen wie ver.di NRW schreibt.
Gut zu sehen an der Grafik des Statistischen Bundesamtes im nachfolgend verlinkten Text der Deutschen Depressionshilfe ...

Detaillierte Angaben für die Gesundheitskosten durch psychischen Erkrankungen findet in einer Präsentation der Deutschen Depressionshilfe. In der Tortengrafik findet man die Angabe 4,6 Mrd. Euro für Depressionsbehandlung im Jahr 2006 wieder.

Quelle: Stiftung Deutsche Depressionshilfe

LETZTE AKTUALISIERUNG: 18. August 2010



Gesundheitskosten:
Depressionen in Europa


screenshot eu


Quelle: EU-Kommision



.. und die indirekten Kosten

Aber es kommt noch schlimmer. Zu den oben aufgeführten direkten Gesundheitskosten kommen die Folgekosten für die Gesellschaft wie Arbeitsausfall, krankheitsbedingte Arbeitslosigkeit, Erwerbsunfähigkeit und vorzeitige Todesfälle.
Diese indirekten Kosten sind in vielen Fällen deutlich höher als die entsprechenden Ausgaben für Behandlung der Erkrankung.

Insgesamt kommt auf die Industriestaaten der Europäischen Union wie auch auf die Schwellenländer ein Problem namens chronische Erkrankungen zu, daß laut PwC in naher Zukunft etwa drei Prozent (!) der weltweiten Wirtschaftsleistung kosten wird - eine Aufgabe, die jede Anstrengung in Prävention und Therapie rechtfertigt.


Notwendigkeit: Prävention und wirksame Behandlung

Die Zukunftsaufgabe chronische Krankheiten fordert ebenfalls dazu auf, in der Gesundheitsvorsorge und Behandlung auch neue Wege zu gehen, anstatt immer wieder auf's Neue an der Kostenschraube zu drehen oder überzogene Feindbilder aufzubauen - wie zB. beim Passivrauchen.
Das bedeutet konkret den Einsatz moderner Erkenntnisse, Naturheilmittel und Anwendungen aus der Alternativmedizin stärker zu beachten, beispielsweise die sog. Neuen Therapien. Vom Hanauer Heilpraktiker Dietmar Krämer wurde schon vor Jahren in einer Reihe von Büchern neues praxistaugliches Grundlagenwissen über die Naturheilkunde veröffentlicht.

Die primäre Gesundheitsvorsorge (Primärprävention) muß dabei vor allem bei den am meisten gefährdeten Bevölkerungsgruppen ansetzen. Dort ist das Gesundheits- und damit auch das Kostenrisiko am größten.
Genau so wurde es bereits im Gutachten 2007 des Sachverständigenrats Gesundheit eingefordert: ".. will der Rat deutlich machen, welche Implikationen mit der Zielstellung 'Primärprävention zur Verminderung sozial bedingter Ungleichheit von Gesundheitschancen' verbunden sind: Systematische Primärprävention in vulnerablen Gruppen ist eine notwendige, neue Schwerpunktsetzung der Gesundheitspolitik." so die Fachleute für das Gesundheitswesen.

Dazu müssen längerfristige Pilotprojekte entstehen und gesellschaftlich getragen werden, in denen Erfahrungswerte für eine erfolgreiche Vermeidung von Erkrankungen durch die Folgen von Massenarbeitslosigkeit und sozialer Benachteiligung entstehen können - lebensnah, praxisgerecht und mit nachhaltiger Präventionswirkung.

Um's im Wirtschaftsjargon auszudrücken ..

Es geht darum, einen Turnaround im Gesundheitswesen Deutschlands zu
schaffen - und zwar durch heilkräftige (!) Behandlungen chronischer
Erkrankungen. Das "Rüstzeug" ist - (auch) dank traditioneller und moderner
Alternativmedizin - längst vorhanden.



Pilotprojekt für das deutsche Gesundheitswesen

Mit dem Sozialen Dorf im Mühlenkreis wird dazu ein umfassendes, ganzheitliches Gesundheitsprojekt der Primärprävention für sozial Benachteiligte vorgeschlagen. Zu den Projektzielen gehören auch die Gesundheitsvorsorge allgemein und die Anwendung moderner westeuropäischer und traditionell asiatischer Alternativmedizin.
Das Konzept des Nachbarschaftswohnens auf einem größeren Biobauernhof ist besonders an den gravierenden Folgen von (Langzeit-)arbeitslosigkeit und Leben unterhalb der Armutsgrenze ausgerichtet. Das ökoSoziale Dorf setzt dabei konsequent soziale, ökologische und ökonomische Nachhaltigkeit in allen Teilbereichen um.

Zur Kosten-Nutzen-Rechnung in Kürze:
"Einsparungen von etwa einem Promille bei den direkten jährlichen Gesundheitskosten für Depressionen machen das Dauerpilotprojekt Soziales Dorf unterm Strich zu einem Gewinn für die Gesellschaft!" so die Initiative aus Ostwestfalen.
"Und das ohne jede Berücksichtigung von positiven Auswirkungen auf andere Gesundheitsbereiche und der Entwicklung des ländlichen Raumes (Arbeitsmarkt, lokale Ökonomie) in der Nahregion des Projekthofes." - mehr darüber hier.

BEACHTE:
Nach letzten Überschlagsberechnungen der zu erwartenden Projektkosten wurde die Vergleichsangabe "von weniger als einem Promille" auf die angemessene Formulierung "von etwa einem Promille" korrigiert.

LETZTE AKTUALISIERUNG: 21. August 2010

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Updated  Saturday, August 21, 2010    Written by soziales dorf (meldungen)    1698  reads

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